Erfahrungen der Patienten: Tipps&Tricks

(Update November 2020)

Nachdem jetzt schon ein paar Nexus draußen im Umlauf sind (und viele werden von mehreren Familienmitgliedern genutzt) kommen Bemerkungen, Tipps und Anregungen zurück.

Interessant ist der ’selbstbegrenzende‘ Einsatz des Nexus – das freut uns sehr. Wenn es einem gut geht, liegt das Ding im Nachttisch und wird fast vergessen. Erst wenn wieder Beschwerden kommen denkt, man an den Griff in die Schublade. Oder manchmal halt auch nicht, dann muß das beim Besuch in unserer Praxis erst ‚angeregt‘ werden.

Vielleicht sollte auch noch mal betont werden, dass auch hier gilt: Viel hilft nicht viel! Es hat gar keinen Sinn, die ganze Nacht auf dem Kissen zu schlafen. Bis auf ein vorübergehend etwas taubes Gefühl am Hinterkopf passiert da aber nicht viel, nur helfen tut es halt auch nicht mehr als die von uns empfohlenen 3-8 Minuten.

Während es also wenig sinnvoll zu sein scheint, die Dauer der Behandlung zu verlängern, kann man durchaus die Stärke des Stretchens vermehren. Das einfachste ist, einen Arm auf die Stirn zu legen, um dadurch das Gewicht jenseits des Auflagepunkts zu erhöhen. Da auch hierbei keine übermäßigen Kräfte auftreten kann man das ruhig versuchen, ohne etwas zu riskieren. Mehrere Patienten erzählten uns auch, dass sie sich kleine Sandsäcke auf die Stirn gelegt hatten, was letztlich den gleichen Effekt hat. Beides kann  gerne erprobt werden.

Man kann auch den Winkel modifizieren, mit dem man auf dem Kissen liegt. Aus biomechanischen Gründen scheint es eher sinnvoll, dabei das Kinn nach vorn zu bringen und die Überstreckung zu vermeiden. Gerade Menschen mit einem Rundrücken bzw. einer Gewohnheits- Kopfhaltung in Vorbeuge brauchen ohnedies meist ein Handtuch oder eine Unterlage unter dem Nexus, um den Hinterkopf in Kontakt mit den Auflageflächen des Nexus zu bringen.

Ob man Nexus besser im Bett oder auf dem Teppich nutzt wird unterschiedlich beurteilt. Vor allem diejenigen, die ihn morgens nutzen tun das in der Regel im Bett und kommen gut damit zurecht. Etliche unserer Patienten mit ’stressigen‘ Berufen haben auch Exemplare in ihren Büros und Kantoren liegen und nutzen Nexus durchaus untertags, wenn sie merken, dass sich zu viel Spannung im Nacken aufgebaut hat. Sie liegen dann meist einfach auf dem Teppich. Für die kurze Zeit, die man da braucht, ist das meist das Unkomplizierteste.

Wir haben auch immer wieder gehört, daß das ‚helfende Auge‘ eines Partners das gerade Liegen auf dem Kissen unterstützen kann. Eigentlich rutscht das – ja runde – Kissen schon spontan in die richtige Stellung, aber manchmal kann der Hinweis eines Zuschauenden hier unterstützen.